Die faszinierenden Tierwelt-Vorbilder hinter den legendären Kreaturen aus der Star-Wars-Galaxis

MoosWisper Aktualisiert
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4. Die majestätischen Fathiers: Edle Rennbestien aus Canto Bight



Unter den vielen erstaunlichen, beeindruckenden Arten, die in „Star Wars: The Last Jedi" vorgestellt und in den Mittelpunkt gestellt werden, gehören die Fathiers zweifellos zu den faszinierendsten, emotional am meisten berührenden und narrativ bedeutsamsten Kreaturen. In der unvergesslichen Szene im luxuriösen, dekadenten Canto Bight kommen diese außergewöhnlichen, mächtigen Rennwesen besonders zur Geltung – sie verkörpern die ideale, perfekte Verbindung zwischen exotischem, fremdartigem Aussehen und vertrauten, pferdeähnlichen Eigenschaften, die das Publikum sofort emotional ansprechen. Die präzise, durchdachte Vision des Regisseurs Rian Johnson sowie mehrere aufwendige, iterative Versuche beim langwierigen Entwicklungsprozess der Fathiers haben Wesen hervorgebracht, die nicht nur die Handlung nachhaltig vorantreiben, sondern auch die Kreativität und das emotionale Engagement der Zuschauer auf tiefgehende Weise anregen. Die ursprüngliche Vorstellung und die frühen Konzeptzeichnungen von den Fathiers unterschieden sich erheblich von ihrem späteren, finalen Aussehen. In den ersten, experimentellen Entwürfen sollten diese Kreaturen einen bizarr geformten Kopf wie einen Hammerhai sowie einen verlängerten, giraffenartigen Hals haben – eine ungewöhnliche Kombination, die für ein sehr seltsames, fast abschreckendes Erscheinungsbild gesorgt hätte. Doch Johnson traf während der gesamten, langen Entwurfsphase eine entscheidende, wegweisende kreative Entscheidung, die die emotionale Wirkung und den sympathischen Charakter dieser Kreaturen erheblich beeinflussen und verstärken sollte. Er wies das talentierte Design-Team ausdrücklich an, die Körper der Fathiers mit weichem, flauschigem Fell zu bedecken und ihre Augäpfel nach vorne auf ihrem Gesicht auszurichten, ähnlich wie bei menschlichen Säugetieren. Diese wichtige Änderung erfolgte aus dem tiefen Wunsch heraus, die Fathiers für das Kinopublikum zugänglicher, sympathischer und emotional ansprechender zu gestalten. Die narrative Funktion und die emotionale Bedeutung, die die Fathiers im Film erfüllen, waren der Hauptantrieb für diese architektonischen und gestalterischen Veränderungen. Johnson betonte wiederholt die absolute Notwendigkeit, dass die Zuschauer sofort eine tiefe, echte emotionale Verbindung zu diesen Wesen herstellen, ihr Leiden und ihre Misshandlung erkennen und den spontanen Wunsch verspüren, ihnen zu helfen und sie zu befreien. Die Handlung rund um die riskante Mission von Finn und Rose in Canto Bight hängt entscheidend von dieser emotionalen Beteiligung und diesem Mitgefühl des Publikums ab – schließlich wird die grausame Misshandlung und Ausbeutung der Fathiers zum mächtigen Symbol für die allgemeineren, systemischen Ungerechtigkeiten, die von der reichen, korrupten Elite der Spielcasinostadt begangen und toleriert werden. Indem den Fathiers mehr menschenähnliche, tierische Eigenschaften verliehen wurden – wie ausdrucksstarke, große Augen und ein weicher Fellmantel – schufen die Designer Wesen, die bei den Zuschauern automatisch und unmittelbar Empathie, Fürsorge und den Wunsch nach Gerechtigkeit hervorrufen. Inspiriert von einer reichen Mischung aus verschiedenen realen, irdischen Lebewesen schuf das von Neal Scanlan geleitete, hochtalentierte Design-Team die finalen Fathiers. Entscheidende, prägende Einflüsse hatten dabei die beeindruckende Kraft, Würde und majestätische Präsenz männlicher Löwen – diese Eigenschaften verliehen den Fathiers eine Aura von Stärke, Mut und edlem Adel. Die muskulöse, kräftige Gestalt der Tiere sowie ihre stolze, unbeugsame Lebensweise spiegeln diese „leonische" Inspiration deutlich und eindrucksvoll wider: Stolz und Würde – sogar und gerade in Gefangenschaft und Unterdrückung. Die Einbeziehung von Elementen des edlen Pferdes zeigte außerdem die Funktion der Fathiers als Renntiere und verlieh ihnen eine vertraute, elegante, anmutige Ausstrahlung in Bewegung, mit der sich die Zuschauer leicht identifizieren und emotional verbinden konnten. Diese durchdachte, sensible Gestaltungsstrategie führt zu Kreaturen, die sowohl fremd und außerirdisch als auch vertraut und erdverbunden wirken. Die Fathiers überragen menschliche Charaktere bei Weitem und verfügen über körperliche Fähigkeiten und eine Geschwindigkeit, die weit über die jedes irdischen Tieres hinausgehen; ihr Aussehen sowie ihre imposante Größe weisen eindeutig außerirdische Merkmale auf. Dennoch ermöglichen ihre ausdrucksstarken, emotionalen Gesichtsausdrücke und ihre unverkennbare, lesbare Körpersprache es den Zuschauern, schnell und intuitiv eine tiefe, echte emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen. Als narrative Handlungselemente sind die Fathiers besonders wirkungsvoll und vielschichtig – sie gelten einerseits als sympathische, nachvollziehbare, fast menschliche Charaktere, für die das Publikum mitfühlt und die es unterstützen möchte, und andererseits als exotische, fremdartige Bestandteile des erweiterten Star-Wars-Universums, die die Welt bereichern und glaubwürdig machen.
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Über den Autor: MoosWisper

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Kommentare

  1. DunstFeder

    Vielfalt der Bewertungswinkel integriert.

  2. DämmerSpur

    Verantwortlichkeiten klar gehalten.

  3. LichterKapsel

    Schnelle Pilotierbarkeit.

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