Die faszinierenden Tierwelt-Vorbilder hinter den legendären Kreaturen aus der Star-Wars-Galaxis

MoosWisper Aktualisiert
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5. Die rätselhaften Hüter von Ahch-To: Wächter uralten Wissens



Unter den zahlreichen ungewöhnlichen, faszinierenden und rätselhaften neuen Arten und Kreaturen, die in „Star Wars: The Last Jedi" vorgestellt und in die Handlung integriert werden, haben die „Caretakers of Ahch-To" – auf Deutsch die „Hüter von Ahch-To" – besondere Aufmerksamkeit und Interesse erregt. Diese wohnungslosen, nonnenähnlichen, geheimnisvollen Wesen, die für den Schutz, die Erhaltung und die Pflege des alten, heiligen Jedi-Tempels auf dem fernen, isolierten Planeten verantwortlich sind, verkörpern eine bemerkenswerte, faszinierende Mischung aus Vertrautem und Unbekanntem, aus Niedlichkeit und Fremdartigkeit. Ihr Erscheinen in der Welt von „Star Wars" vertieft die Mythen und Legenden um den uralten Jedi-Orden erheblich und wirft interessante, komplexe philosophische Fragen zur Natur der mit der Macht verbundenen Wesen, zur Spiritualität und zur religiösen Hingabe in der ganzen Galaxis auf. Die besondere, präzise Anweisung des Regisseurs Rian Johnson, dass diese „Kreaturen" die Persönlichkeit, den Charakter und die Haltung von Nonnen widerspiegeln sollten, löste den kreativen Konzeptualisierungsprozess für die „Caretakers" aus und gab dem Designteam eine klare Richtung vor. Diese erste, grundlegende Idee lieferte dem talentierten Designteam unter der erfahrenen Leitung von Jake Lunt Davies eine solide Grundlage, auf der weitergearbeitet und kreativ experimentiert werden konnte. Johnsons erklärtes Ziel war es, dass die „Caretakers" einen deutlichen Eindruck von Verachtung, Gleichgültigkeit und leichtem Ärger ausstrahlen – insbesondere in ihren komischen, spannungsgeladenen Interaktionen mit der jungen Rey – und somit sowohl Spannung als auch humorvolle Erleichterung in die Szenen auf Ahch-To einbringen und die Beziehung zwischen den Charakteren dynamisch gestalten. Abgesehen von diesen spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen und Charaktereigenschaften ließ Johnson das äußere Erscheinungsbild, die Physiologie und die genaue Gestaltung der „Caretakers" jedoch bewusst frei für eigene Interpretationen, kreative Experimente und fantasievolle Entwicklungen, damit die Designer verschiedene Optionen, Ideen und Konzepte in Betracht ziehen und ausprobieren konnten. Faszinierenderweise war der einzige konkrete, verbindliche visuelle Hinweis für Johnson die Vorstellung von „Puffin-Leuten" – inspiriert von der tatsächlichen, realen Umgebung, in der Ahch-To angesiedelt war, nämlich den heimischen, charakteristischen Vögeln der Insel Skellig Michael. Dieser scheinbar einfache, fast spielerische Anhaltspunkt brachte das Designteam auf eine kreative, inspirierende Reise, bei der aquatische, marine Elemente mit vogelartigen, flugfähigen Merkmalen auf innovative Weise kombiniert wurden, um ganz originelle, einzigartige Kreaturen zu schaffen, die so noch nie zuvor im Kino zu sehen waren. Inspiriert von verschiedenen faszinierenden Wasserlebewesen wie Walrossen, Seehunden, Walen und Robben zeigte sich der endgültige, ausgefeilte Entwurf der „Caretakers" deutlich durch ihren charakteristischen bläulich-grauen, feuchten Hautton sowie verschiedene fischähnliche Eigenschaften – Merkmale, die auf eine lange, evolutionäre Verbindung zu den tiefen Ozeanen von Ahch-To hindeuten und ihre biologische Herkunft erklären. Das ultimative, finale Design der „Caretakers" vereint auf besondere, künstlerisch beeindruckende Weise Elemente, die „außerirdisch" und fremd wirken, mit solchen, die dennoch leicht wiederzuerkennen und emotional zugänglich sind. Ihre schlichte, massive, kräftige Gestalt im Oberkörper verleiht ihnen ein starkes, „verwurzeltes", stabiles Erscheinungsbild – doch ihre erschreckend kleinen, fast komisch wirkenden Beine sorgen für eine unerwartete, humorvolle Note in ihrem Gesamtaussehen und ihrer Bewegungsweise. Die faszinierende Kombination aus einem kräftigen, breiten Oberkörper und zarten, kurzen Untergliedmaßen ergibt ein einzigartiges, unverwechselbares Profil, das die „Caretakers" deutlich von allen anderen Wesen im riesigen Star-Wars-Universum abhebt und sie zu einem unvergesslichen Teil der Saga macht. Die Art und Weise, wie das Design der „Hüter" die Verwaltung, Darstellung und Balance sowohl ihrer Weisheit, ihres Alters und ihrer Autorität als auch ihrer „Andersartigkeit", ihres Humors und ihrer Fremdartigkeit gestaltet, zählt zu ihren auffälligsten und charakteristischsten Merkmalen. Ihre deutlich fischähnlichen Eigenschaften und ihre amphibische Erscheinung machen ihre außerirdische Identität und Herkunft für die Betrachter sofort erkennbar und glaubwürdig; ihre großen, ausdrucksstarken, fast menschlich wirkenden Augen vermitteln Intelligenz, Weisheit, Tiefe des Charakters und ein geheimnisvolles Wissen um die Macht. Die stilistische Entscheidung, sie in schlichte, nonnenähnliche, fast monastische Kleidung zu stecken, unterstreicht noch mehr ihre heilige Verantwortung als Hüter uralter Kenntnisse, spiritueller Bräuche und Jedi-Traditionen. Ihre doppelte, vielschichtige Natur – als würdevolle, ernste Wächter heiliger Orte sowie als rätselhafte, übernatürliche, fast mythische Wesen mit eigenem Willen und trockenem Humor – wird grafisch, durch das Kostüm- und Creature-Design sowie durch die Animation und Darstellung, sehr gut und überzeugend umgesetzt und trägt wesentlich zur Atmosphäre und zum Weltaufbau des Films bei.
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Über den Autor: MoosWisper

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Kommentare

  1. StilleKern

    Offene Feedbackkultur spürbar.

  2. MondFunke

    Abstraktion ohne Praxisferne.

  3. PortalFalter

    Schulungsmaterial rasch ableitbar.

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