9. Das „Meerschwein" – Rätselhafte Wanderer der abissalen Ebenen

Die See-Schweine sind Allesfresser, die den sogenannten organischen „Meeresnebel" fressen, der kontinuierlich auf den Meeresboden fällt und aus abgestorbenen Planktonorganismen und anderen organischen Materialien besteht. Mit ihren zahlreichen Saugfüßen gleiten sie elegant über den Meeresboden und hinterlassen dabei einzigartige, charakteristische Spuren. Diese Saugfüße dienen außerdem dazu, ihre Umgebung wahrzunehmen und ihnen bei der Fortbewegung zu helfen. Ihre langsame, fast tänzerische Bewegung durch die Dunkelheit hat bei Forschern und Tauchern gleichermaßen Faszination ausgelöst. Interessanterweise sammeln sich See-Schweine oft in großen Gruppen in der Nähe von besonders reichhaltigen Nahrungsquellen – wie zum Beispiel Walkadavern – und zeigen dabei ihre hervorragenden Sinnesfähigkeiten sowie ihre wichtige ökologische Rolle in diesem einzigartigen Ökosystem. Obwohl ihre Fortpflanzung bislang noch weitgehend rätselhaft bleibt, gehen Forscher davon aus, dass sie Eier und Spermien ins Wasser abgeben; die daraus entstehenden Larven setzen sich anschließend am Meeresboden ab und beginnen ihr eigenes Leben. Die See-Schweine verdeutlichen die außergewöhnlichen biologischen Anpassungen sowie das empfindliche ökologische Gleichgewicht der Tiefseeökosysteme. Sie sind ein lebendiger Beweis dafür, dass selbst in den extremsten Umgebungen des Planeten das Leben gedeihen kann.
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Abhängigkeitsrichtung sinnvoll.