Nägel mögen nicht der Spiegel der Seele sein, doch sie geben erstaunlich detaillierte Hinweise auf unsere körperliche Verfassung. Wer seinen Fingern und Zehen wenig Beachtung schenkt, übersieht womöglich wichtige Warnzeichen. Denn brüchige, verfärbte oder verformte Nägel verraten oft mehr als bloß nachlässige Pflege – sie können auf verborgene Mangelerscheinungen oder Erkrankungen hindeuten. Wer Veränderungen früh bemerkt, hat die Chance, gesundheitliche Probleme rechtzeitig anzugehen. Ärzte betrachten bei Routineuntersuchungen daher regelmäßig die Nägel: Schon leichte Abweichungen in Farbe, Struktur oder Wachstum können einen Anstoß geben, tiefer zu forschen. Lernen Sie, diese Signale zu deuten – Ihr Körper spricht zu Ihnen, auch über die Nägel.
1. Gelb verfärbte Nägel

Eine gelbliche Tönung entsteht häufig durch Pilzbefall, der sich gut therapieren lässt. Bleibt der Pilz unbehandelt, kann er die Nagelplatte dauerhaft angreifen, bis sich der Nagel teils löst. Verschwindet die Färbung trotz Mittel aus der Apotheke nicht, sollte man an hormonelle Störungen wie Schilddrüsenunterfunktion, an Diabetes oder – selten – an andere ernste Leiden denken. Die Farbveränderung startet meist an der Spitze und wandert Richtung Nagelwurzel. Auch Rauchen, bestimmte Arzneien oder ständiger Lack ohne Pause können die Nägel vergilben. Bei ersten Anzeichen helfen rezeptfreie Antipilzmittel; bessert sich das Bild innerhalb weniger Wochen nicht, ist eine ärztliche Abklärung ratsam.
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