1. Die Grundlagen roter Blitze

Hoch über Gewitterwolken tritt rotes Licht – auch als Sprites oder rote Sprites bekannt – als eine Art elektrischer Entladung in der oberen Atmosphäre auf. Anders als die üblichen Blitze, die wir meist sehen, erscheinen rote Blitze als schnelle, rötlich-orange Blitze oder Lichtfäden. Diese ätherischen Schauspiele können sich bis in die Mesosphäre erstrecken und etwa 50 bis 90 Kilometer über der Erdoberfläche erreichen. Obwohl anekdotische Berichte über diese unerklärlichen roten Lichter weit zurückreichen, wurde das Phänomen erstmals 1989 fotografiert. Rote Blitze treten meist im Zusammenhang mit starken Gewittern auf und können gleichzeitig mit herkömmlichen Blitzeinschlägen auftreten. Die ungewöhnliche Farbe und das Aussehen roter Blitze haben eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen ausgelöst, um ihren Ursprung, ihre Eigenschaften und ihre Auswirkungen auf unser Klima zu verstehen. Anders als die vertrauten blau-weißen Blitze, die bei Stürmen über den Himmel zucken, erscheint rotes Licht als diffuses, purpurrotes Leuchten, das viele Formen annehmen kann – von einfachen Säulen bis hin zu komplexeren Strukturen wie Quallen oder Karotten. Dieses faszinierende Phänomen hat unser Verständnis elektrischer Prozesse in der oberen Atmosphäre infrage gestellt und neue Forschungsrichtungen in der Atmosphärenphysik eröffnet.
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Rauschen konsequent minimiert.